Buddhistische Tradition als Hintergrund

Alle bei Achtsamkeitskreisen und offenen Achtsamkeitsabenden im Zusammenhang mit der buddhistischen Tradition vermittelten Inhalte folgen der Theravada Tradition.

In der Theravada Tradition, der ältesten der buddhistischen Schulen, stellt die Achtsamkeitsmeditation die zentrale Übungsform dar. In dem Quellentext ,Satipatthana Sutra', der dem historischen Buddha zugeordnet wird, finden sich detaillierte und präzise Anweisungen zur Achtsamkeitspraxis als Weg, Leiden zu überwinden und aufzuwachen aus Illusionen, Gier und Hass. Der Quellentext beinhaltet nicht nur Meditationsanleitungen, sondern umfasst wesentliche Bestandteile buddhistischer Philosophie. Die Praktiken, die in MBSR Kursen geübt werden, lassen sich aus diesem Lehrtext heraus aus buddhistischer Perspektive verstehen. An diesem Lehrtext orientiere ich mich meistens bei den Vermittlungen entsprechender Inhalte.

Eine ebenso wichtige Rolle spielen die in verschiedenen Traditionen dargelegten Unterweisungen zur Entwicklung günstiger, erstrebenswerter geistig-emotionaler Grundhaltungen und Zustände. Es wird die Entwicklung von vier Qualitäten angestrebt, nämlich von

Universeller Freundlichkeit - Mitgefühl - Mitfreude und Gelassenheit.  

Diese Qualitäten sind gewissermaßen Früchte regelmäßiger Meditationspraxis, lassen sich aber auch direkt einüben durch die Anleitungen zur sogenannten Metta Mediation.   

 

MBSR Kurse und achtsamkeitsbasierte Psychotherapie sind nicht konfessionell oder weltanschaulich gebunden und werden ohne Bezugnahme auf religiöse, weltanschauliche oder konfessionelle Themen angeboten. Zielstellung ist allein Prävention oder Behandlung.