Mahavihara-Achtsamkeitskreis

Seit 2011 habe ich in verschiedenen Formen Achtsamkeitskreise angeboten. Nach mehrjähriger Kontinuität und verschiedenen Formen dieses Kreises habe ich zuletzt diesbezüglich eine ,kreative Pause' eingelegt. Nun ist es an der Zeit, das Angebot der gemeinschaftlichen Meditationspraxis fortzuführen.

Zum Verständnis des Angebots sei zunächst aufgeführt, was der Achtsamkeitskreis nicht ist: Der Achtsamkeitskreis ist kein (Fortsetzungs-)Angebot der Prävention und Stressbewältigung im Sinne von MBSR, und noch weniger eine Variante der Psychotherapie. Er ist zudem kein ,pluralistisches' Angebot, in dem Meditationen aus unterschiedlichsten Traditionen und von verschiedensten Lehrern vermischt werden, mit der - aus meiner persönlichen Sicht  - nicht zutreffenden Auffassung, alle meditativen Traditionen meinen ohnehin das Gleiche. Schließlich ist er kein ,säkularisiertes' Angebot, in dem Achtsamkeitsmeditation unter gezielter Ausblendung des buddhistischen Hintergrundes in einer betont ,verweltlichten' Form geübt wird.  

Er ist ein Angebot für Menschen, die sich für Vipasssana- und Metta-Meditation in der Theravada-Tradition interessieren bzw. diese Meditationsformen bereits praktizieren. Teilnehmer sollten bereits über entsprechende Meditationserfahrungen verfügen, zumindest aber an einem MBSR Kurs teilgenommen haben. Es ist durchaus möglich teilzunehmen, wenn man sich einer anderen Konfession oder Tradition zugehörig fühlt. In diesem Fall wird jedoch eine grundlegende Offenheit gegenüber dem buddhistischen Meditationsverständnis für die Teilnahme vorausgesetzt und die Bereitschaft, sich zumindest während der Übungsabende auf die angebotenen Meditationsformen und Erklärungen ohne allzugroße Ängste und skeptische Vorbehalte einzulassen.

Ich nehme im Achtsamkeitskreis die Rolle des Meditationslehrers ein. Dies tue ich auf dem Hintergrund meiner intensiven persönlichen Auseinandersetzung mit und Praxis von Vipassana und Metta Meditation in der Theravada Traditon seit 1990 und meiner Ausbildung als Achtsamkeitslehrer 2007 und zehnjähriger Unterrichtserfahrung als Achtsamkeitslehrer. Die Erfahrungen mit dem Achtsamkeitskreis, vor allem das Experiment, daraus einen Verein entstehen zu lassen, haben gezeigt, dass ein solcher Achtsamkeitskreis nicht ,basisdemokratisch' funktioniert, sondern eine Leitung und Führung braucht. 

 Ich fühle mich in einer zeitgenössischen Form der Vipassana Meditation persönlich verwurzelt und zuhause und bin den Lehrern, von denen ich lernen konnte, zutiefst dankbar. Zu diesen zähle ich allen voran den indisch-buddhistischen Lehrer Behram Ghista, in den letzten Jahren Christopher Titmuss und Christina Feldman, zudem Linda Lehrhaupt und in besonderer Weise auch Joseph Goldstein. In der Rolle des Lehrers beziehe ich mich auf das, was ich von diesen Lehrern gelernt habe.

Die hier beschriebene Ausrichtung des Achtsamkeitskreises dient vor allem einer klaren und eindeutigen Ausrichtung der gemeinsamen Praxis und soll eine Verwässerung von Meditationspraktiken und Indifferenz verhindern.

Die Wiederaufnahme des Angebots richtet sich zunächst an diejenigen, die bereits unter meiner Leitung in Achtsamkeitsgruppen oder im Retreat geübt haben und sich mit den dadurch entstandenen Gemeinschaften verbunden fühlen, ist jedoch auch für ,Neueinsteiger' offen, ob mit oder ohne Meditationserfahrung. 

Mein Ziel bleibt es seit Gründung des Raums für Achtsamkeit 2010 eine Sangha, eine Gemeinschaft der Praktizierenden, aufzubauen bzw. zu festigen und zu erhalten.

Zur Wiederaufnahme des Angebots biete ich im Sommer und im Herbst jeweils zwei Übungstage an. Termine finden sich hier.